Montag, 23. September 2013

der Countdown und wie man sich fühlt...

Noch 3 Tage sagt mein Blogticker. 3 Tage bis zum errechneten Termin. 3 Tage....das ist nicht viel.

Ich hab mir das Ende einer Schwangerschaft immer grauenvoll vorgesellt. Ich kannte immer nur die Version, dass man am Ende keuschend durch die Gegend watschelt, sich mies, dick und unbeweglich fühlt und auf ein Ende der Schwangerschaft hofft. Ich kann das nicht bestätigen. Zwar wünsche ich mir auch unser Chaos- Mädchen bei uns und werde immer neugieriger, trotzdem aber genieße ich genauso noch jeden Tag, den wir noch für uns haben. Egoistisch? Ich finde es goldrichtig! Ich bin noch beweglich, kann im Wald spazieren gehen, Dinge unternehmen, Freunde treffen und viel Zeit mit meinen kreativen Hobbies verbringen.

Einziges Problem ist der Schlaf. Da gewöhnt sich der Körper wohl frühzeitig an die Aufgabe, die kommen wird. Morgens sehe ich aus, als hätte ich mich nachts um Drillinge gekümmert und habe das Gefühl, die Augenränder verschwinden auch nicht wirklich über Tag. Die Nächte sind kurz und schlaflos. Zumindest tiefschlaflos. Aber was solls. Entspannter wirds nicht!

Gestern hab ich zum ersten Mal gedacht, es tut sich was und wir würden nachts Eltern werden. Wir. Eltern. Das ist immer noch unfassbar. Es blieb bei dem Gedanken. Ich finde, der Chaos- Mann und ich sind ziemlich entspannt. Im Gegenzug sind es eher die Großeltern, die langsam hibbelig werden und häufiger anrufen als sonst.

Der Chaos- Mann kam neulich zu mir und meinte "Also ich hab grad mal überlegt, wenn Du jetz kämst und sagen würdest, wir müssten los fahren...nee...ich weiß nicht...nee....das ist irgendwie immer noch nicht angekommen..." Dabei habe ich immer das Gefühl, bei allen anderen ist oder war das anders. Hattet ihr das alles realisiert so kurz vor der Geburt. Ich meine, hier stehen Stubenwagen, Bettchen, Wickelkommode, Kinderwagen und Co. und ich laufe mit ner dicken Murmel durch die Welt. Das Ganze ist ja wirklich ziemlich offensichtlich. Und trotzdem scheint es (ich sag nur: 3 Tage!!) immer noch so unwirklich und weit weg. 

Ich kann mir nicht vorstellen, wie der Chaos- Mann und ich Richtung Krankenhaus fahren und dort im Kreißsaal zu Eltern werden. Ich freue mich drauf. Und bin einfach so gespannt. Auf mich. Auf den Chaos- Mann. Wie wir das meistern....und natürlich auf unser kleines Mädchen.

Wir werden heute noch einen Bauchpinselei-Post machen und sind gespannt, ob es diesmal der Letzte ist....denn irgendwann wird er es sein. Und ich bin wirklich gespannt, ob wir es dann begreifen werden.

Aber die Hauptsache: ich fühle mich gut!!  :-)

Eure Chaos & Queen


Kommentare:

  1. Du klingst wirklich noch sehr entspannt - ich weiß nicht, ob ich das drei Tage vor ET gewesen wäre.. aber bei uns ist ja jetzt alles etwas anders abgelaufen als gewünscht. Wenn ich glück habe, kommen wir heim, wenn ihr im Kreißsaal seid ;-) Wünsch dir alles Gute für die Geburt.
    Grüße sonnenblume

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    1. Ich drück Euch ganz doll die Daumen, dass es bald nach Hause geht...und bin schon gespannt auf Deinen Bericht, wie das alles so war...da können wir uns dann ja mal austauschen. Kommt an. Genießt die Zeit und fühlt Euch gedrückt!

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  2. Freut mich, dass es dir so gut geht. Das ist wirklich toll. Mir ging es in beiden SS genauso. Das trägt schon auch zu einer entspannten Stimmung bei.

    Du machst das schon richtig, sei egoistisch, bald kannst du es erstmal nicht mehr so einfach sein. :)

    Liebe Grüße
    Isa

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    1. Danke liebe Isa und schön, dass Du immer mal wieder hier bist! :-) Ich hoffe, dass ich diese Entspanntheit in den nächsten Tagen nicht verliere. Wenn das Chaos- Mädchen die Ruhe des Papas hat, dann muss ich nämlich noch ne ganze Weile warten ;-))

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  3. Huhu :)
    Ich verfolge deinen blog schon ein bisschen länger und da ich selbst erst vor vier wochen zum ersten mal mama geworden bin wollte ich dir jetzt doch mal einen kommentar hinterlassen :) ich freue mich sehr für dich dass du noch so fit bist. Mir selber ging es die letzten zwei wochen mental und körperlich nicht mehr wirklich gut. Mir gings genauso wie du dir das ende einer Schwangerschaft immer vorgestellt hattest. Außerdem hatte ich tierische Schmerzen beim sitzen und gehen in den oberschenkelinnenseiten.
    Auch ich konnte mir nicht vorstellen wie es wird endlich mama zu sein. Ehrlich gesagt war es auch noch total unrealistisch als wir im kreissaal waren. Und jeden tag an dem ich aufwache und meinen kleinen perfekten sohn neben mir liegen sehe fasse ich es eigentlich immer noch nicht. Freue dich auf das was kommt! Auch wenn es anstrengend wird (und mit leider noch viel weniger schlaf) aber es gibt keine schönere belohnung als die pure liebe die du von deiner kleinen erhalten wirst :)

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    1. huhu zurück. Jetzt bin ich ja irgendwie neugierig, wer Du bist! ;-) Es tut mir leid, dass es Dir nicht so gut ging in der Schwangerschaft...solche Schmerzen und Strapazen machen es echt weniger schön und genießbar....genauso wie Du es beschreibst stell ich es mir auch eigentlich vor....dass man es eigentlich gar nie so richtig begreifen wird. Das alles. Und das mit dem Schlaf. Ja, das wird ein Problem, aber muss gehen....GLG zurück

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  4. Ich freu mich so für euch und natürlich auch für dich - das du die ganze Sache so entspannt siehst und dir keinen Stress machst. Ich habe schon so viele Freundinnen erlebt, die das totale Gegenteil von dir waren und leider wurde es nach der Geburt nicht gerade besser mit dem Stress :-P Hauptsache du fühlst dich gut und der Rest geht von alleine :-)
    Alles Gute und viele Grüße, Josi

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    1. Ja ich kenne auch etwas andere Geschichten und bin sehr froh, dass es mir so geht, wie es mir geht und ich diese Entspanntheit an den Tag legen kann. Ich hatte das bei mir völlig anders erwartet weil ich so ziemlich der ungeduldigste Mensch bin, den man sich vorstellen kann. Warten geht gar nicht. Aber wer weiß, was die Hormone da so mit mir angestellt haben...Ich hoffe sehr, dass das Kind ein wenig Entspanntes abbekommt.... :-)) Hoffen darf man ja....GLG

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  5. Ich war auch sehr entspannt und an dem Tag bevor wir nachts ins Khs. Sind waren wir ein letztes mal fruehstuecken , Eis essen irgendwie ganz bewusst ...ja und Nachts sind wir los. Mehr erzähl ich aber nicht. ;)
    Ich lese öfter bei dir ganz still aber jetzt möchte ich dir alles gute und eine angenehme Entbindung wuenschen ...geniest noch eure zeit zu zweit. Zu dritt ist auch toll aber diskusionsreicher Und eben zu dritt ;) ...ich bin gespannt . Alles gute die Lina Mama Alex ...Lina ist 4 und ein tolles Knaller Kind ;)

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    1. Wie schön zu lesen, dass ich hier so einige stille Leser habe....das ist ein tolles Gefühl! Danke für Deine Wünsche....kann ich gebrauchen und alles weitere wirst Du ja sicher bald hier lesen ;-) Ansonsten findest Du mich auch bei Instagram...falls Du magst! Ich bin gespannt wie es wird, aber sicher auch MINDESTENS ein KnallerKind ;-)) LG

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  6. Ich wünsch dir alles Gute!
    Genieße die Zwergenzeit, es geht alles so schnell vorbei.
    Ganz liebe Grüße von Susan

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  7. Vielleicht ist es einfach so, daß es relativ entspannt ist, wenn man sich auf das Schlimmste einstellt? Sprich, wenn man immer nur Gruselgeschichten hört, stellt man sich weiß Gott was vor und dann ist es halb so wild. Meine letzten Wochen fand ich nicht toll, aber auch nicht so schlimm wie alle prophezeit hatten. Wobei das bei Kind 1 und Kind 2 doch sehr unterschiedlich war. Aber am Ende empfindet jede Frau eine Schwangerschaft und Geburt total unterschiedlich. Vielleicht wird auch die Geburt easy-peasy: Wer weiss. Ich drück Dir jedenfalls die Daumen. Und wirklich ankommen tut es wahrscheinlich erst, wenn Tilda bei Euch zuhause im Wohnzimmer auf der Couch liegt ;). GlG!

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  8. das hast du wirklich schön geschrieben und ich bin gespannt, ob ich ähnlich ruhig bin wie du.. diese Unwirklichkeit kann ich total gut nachvollziehen.. das geht mir auch so.Obwohl alles noch etwas weiter weg ist, als bei dir... aber generell das Schwanger sein und die Tatsache, dass ein kleines Menschlein in mir wächst finde ich schon sehr eigenartig..
    ich wünsch dir noch eine schöne entspannte Restschwangerschaft und eine unkomplizierte Geburt <3

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  9. Ich hatte auch immer GENAU dieses Gefühl... dass es bei allen anderen angekommen ist, nur bei mir nicht.
    Habe mich wirklich als schlechte Mutter gefühlt. Dazu hatte ich Angst, mein Baby möglicherweise nicht annehmen zu können, so jemand, der sich das alles nicht vorstellen, der das alles eigentlich gar nicht glauben kann, der bzw. ja die, kann doch keine gute Mutter sein und bestimmt kommt das Kind dann und ich denke: Hmm, ja, toll... Und nu? Insbesondere hatte ich diese Angst, weil es ja ein Kaiserschnitt sein musste, aber ich hatte sie, zugegeben, auch so...
    Ich habe immer gesagt, dass es doch nicht sein kann, ich spüre das Kind täglich, sehe es auf dem Ultraschall und kann aber nicht glauben, dass es da in meinem Bauch ist und vor allem da raus kommen wird und ich es dann im Arm halten werde.
    Mary schrieb es gerade sehr schön treffend: "eigenartig".
    Genau das ist es. Manchmal war es mir auch fremd...
    Und manchmal fühlte ich mich schlecht deshalb.
    An dem Tag, als es los ging, weiß ich gar nicht, ob ich das so realisiert habe. Ich war wie in Trance. War die Ruhe selbst und ließ alles geschehen und auf mich zukommen. Behielt die Fassung. Verhielt mich vielleicht gar nicht typisch wie eine, die ganz kurz vor der Geburt steht...
    Und das witzige, soweit meine Erinnerung reicht, habe ich in diesen Stunden nicht ein einziges Mal gedacht: Krass, gleich ist es so weit, gleich bist du Mama (was die Wochen davor schon zu Hauf passierte).
    Meine Mama fragte mich noch, was ich denn so ruhig sei. Die war aufgeregter, als ich *lach*
    Als ich in den OP Saal kam, war es ein bisschen komisch vom Gefühl her. Aber noch immer kein echtes Wahrhaben, kein richtiges drüber nachdenken.
    Der Moment, in dem ich wirklich erstmals Aufregung verspürte war, als Paul kurz weg war, um untersucht zu werden. Weil ich da wusste: Gleich ist er bei dir, an dir, auf dir. Haut an Haut.
    Übrigens, als der Anästhesist sagte: Nun ist er draußen, dann sehen Sie ihn ja gleich kurz, lief mir eine Freudensträne die Wange hinunter. Und als er auf mir lag, war ich einfach nur geflasht von diesem überwältigenden Gefühl, welches nicht in Worte zu fassen ist.
    Ich war sofort verliebt. So viel zu meinen völlig unnötige Ängsten, ihn nicht annehmen zu können.
    Und wenn ich so darüber nachdenke, gab es in dem Moment auch nichts realisieren. Ich war umhüllt von einer Wolke unheimlich tollen Feelings. Konnte meine Hand nicht von meinem Baby lassen, freute mich sogar darüber, als er mich anpinkelte :D
    Ein paar Tage später kam es dann hin und wieder mal, dass ich es mir bewusst machte und dachte: Krass, du bist jetzt Mama. Da liegt dein Sohn. Unfassbar. Konnte es nicht recht glauben. Manchmal kam es mir noch fremd vor.
    Gleichwohl liebte ich ihn aber über alles und war ganz süchtig nach seiner Nähe.
    Also war es mir einfach mal egal, was ich da zwischendurch dachte. Wichtig war, dass mein Baby gesund bei mir lag und ich es liebte. Ob ich mich nun richtig als Mama fühlte... verstanden hatte, dass ich nun eine bin... egal!
    Ich bin gespannt, wie es bei dir werden wird.

    Auf jeden Fall total toll, dass du dich so fit fühlst. Ich hatte ja recht lange Zeit Rücken- und Symphysen- und Bauchbeschwerden. Allerdings konnte man damit schon echt gut leben, immerhin schaffte ich es regelmäßig, die Box meines Pferdes auszumisten (gut, danach waren die Schmerzen schlimmer, aber war mir egal *lach*).
    Manchmal denke ich, ich hätte gerne diese Zeit des Wartens, wann es los geht, erlebt. 3,5 Wochen vor ET kam es bei uns ja recht überraschend (Ich weiß noch wie heute meine Worte: "Schatz, ich glaube, ich laufe aus."), andererseits, wenn man das Umfeld betrachtet, ist es 3,5 Wochen früher gar nicht so verkehrt, da erspart man sich die Fragerei :D

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